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Der Gaußstein

Der Braunschweiger Mathematiker und Geodät Carl Friedrich Gauß (1777 - 1855) wurde von König Georg IV beauftragt, das Königreich Hannover zu vermessen.

Mittels eines Theodoliten bestimmte er von weit sichtbaren Punkten aus die Winkel, die diese Punkte zueinander bildeten. Zum Anpeilen dieser Punkte dienten ihm Kirchtürme, Windmühlen oder Aussichtstürme. Die so entstandenen Dreiecke konnten dann berechnet werden und somit auch die Entfernung zum jeweiligen Eckpunkt. Mit der Erfindung des Heliografen, bei dem das Sonnenlicht durch Spiegel reflektiert wird, war eine gute Erkennbarkeit der einzelnen Messpunkte, auch über weite Strecken gewährleistet. Von Lichtenberg aus hat Gauß nicht nur die nähere Umgebung, sondern auch Strecken bis Soltau, Hannover, Braunschweig und dem Brocken vermessen.

Gauß ließ für seine Vermessung in Lichtenberg auf dem Burgberg in Nähe der Burgruine einen Sockel errichten. Dieser Sockel mit den Markierungspunkten für Theodolit und Heliograf ist als Gedenkstein zur Würdigung seiner Arbeit erhalten worden.